Die Ausbildung zum/zur Heilerziehungspfleger*in

Die Ausbildung zum/r Heilerziehungspfleger*in findet an unserer Akademie in Neunkirchen statt. Die Praxiseinsätze erfolgen in den Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigzungen des Schwesternverbandes oder der Barmherzigen Brüder Rilchingen, dem Kooperationspartner der Akademie.

Das Aufgabenfeld Heilerziehungspflege umfasst die Betreuung, Pflege und Förderung von Menschen mit Behinderungen aller Formen und Altersgruppen. Ziel ist es, Menschen mit Beeinträchtigung ein Höchstmaß an Selbstbestimmung zu ermöglichen. Ganzheitliche Betreuung, Erkennen und Sicherstellen von Pflegebedarf sowie individuelle Förderung und Lebensbegleitung von Menschen mit Behinderungen sind weitere herausragende Ziele der heilerziehungspflegerischen Bemühungen.

Die Möglichkeiten

Arbeitsfelder der Heilerziehungspfleger*innen sind Wohnheime, Pflegeeinrichtungen und Tagesförderstätten für behinderte und psychisch erkrankte Menschen, Heilpädagogische Kindergärten, Ambulante Betreuungsdienste, Werkstattzentren für Menschen mit Behinderungen, Arbeitstherapiezentren oder Rehabilitationseinrichtungen.

Die Vergütung

Üblicherweise erhalten Auszubildende in der Heilerziehungspflege während der Ausbildungszeit keine Vergütung. Der Schwesternverband zahlt aber während des Vorkurses und der Schulausbildung monatlich ein Taschengeld von 300,- € zzgl. Verpflegungs- und Unterkunftszuschuss von je 50,- €. Im fachpraktischen Jahr werden Vergütungen nach den jeweils geltenden tariflichen Bestimmungen gezahlt, aktuell 1.089,- €.

Die Voraussetzungen für die Aufnahme der Ausbildung in der Heilerziehungspflege:

  • ein mittlerer Bildungsabschluss und eine mindestens einjährige abgeschlossene Berufsausbildung im sozialpflegerischen Bereich, oder
  • der Besuch eines einjährigen Vorbereitungskurses mit praktischen und theoretischen Anteilen an einer Fachschule für Heilerziehungspflege, oder
  • zwei Jahre praktische Tätigkeit in einem sozial-pflegerischen Arbeitsfeld, dabei wird das Freiwillige Soziale Jahr als ein Jahr anerkannt, sodass noch ein Jahr zu absolvieren ist, oder
  • eine mindestens dreijährige berufliche Tätigkeit, davon mindestens zwei Jahre im sozialpflegerischen Bereich.
  • Zur Erfüllung der Voraussetzung wird in der Schule ein Vorbereitungskurs angeboten.

Die Ausbildung ist gegliedert in:

  • zwei Jahre Fachschulausbildung (2.400 Std.) Lernbereiche: z. B. Theorie und Praxis der Heilerziehungspflege, Psychologie, Gesundheits- und Krankheitslehre, Pflege, Sprachaufbau, Gesprächsführung, Musisch-kreative Gestaltung und weitere Inhalte
  • ein Jahr fachpraktische Ausbildung in heilerziehungspflegerischen Tätigkeitsfeldern, z. B. Einrichtungen der Behindertenhilfe, Tagesförderstätten und Wohnheimen

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